Der Bove-Weg

Bove_Weg

Der Bove-Weg: der erste Klettersteig in den Alpen im Nationalpark Val Grande

Faszinierende und herausfordernde 4-Tage Wanderung zwischen den Gipfeln des Nationalparks, die den Weg des Entdeckers Giacomo Bove aufzeigt. Wir empfehlen Ihnen, am Abend vor der Abreise anzukommen und in unserer Herberge zu schlafen. Damit können Sie am nächsten Morgen ausgeruht abreisen. Viele Informationen über die Geschichte dieses Weges finden Sie in der Sonderausgabe von Meridiani Montagne (können Sie sie im Geschäft und in der Herberge kaufen).

1. Tag: Cicogna – Varola – Curgei – Pian Cavallone

Länge: 6,70 km

Höhenunterschied: Aufstieg 1050 m – Abstieg 290 m

Am frühen Morgen verlassen wir das Dorf Cicogna entlang der historischen „Strada Sutermeister“ und steigen dann steil zur Ponte della Buia ab, einem obligatorischen Übergabepunkt des Pogallo Baches. Von hier aus steigen wir langsam den Hang hinauf durch alte verlassene Alpweiden nach Varola (ein ausgezeichneter Ort für eine Pause zum Essen). Nach der Pause wanderen wir in einen wunderschönen Buchenwald, der bei Alpe Curgei weniger dicht wird. Das ist ein Aussichtspunkt auf das Val Pogallo und den letzten Abschnitt des Rio Val Grande Tals. Von Curgei aus wird der Höhenunterschied geringer und wir erreichen den Waldrand durch offene Flächen, umgeben von Bepflanzungswäldern und alten Aufforstungen von Nadelbäumen, bis zum Gipfel des Pian Cavallone. Hier haben wir einen herrlichen Blick auf den Park, den Monte Rosa und die Schweizer Gipfel genießen können. Die CAI (Club Alpino Italiano – Italienischer Alpenverein) Hütte, eine der ältesten der Alpen, liegt direkt unter uns und wird unsere Unterkunft sein (wir empfehlen eine Buchung).

2. Tag : Pian Cavallone – Marona – Zeda – Alpe Fornà

Länge: 6,40 km

Höhenunterschied: Aufstieg 770 m – Abstieg 530 m

Wir beginnen bei der Pian Cavallone Hütte, steigen hinauf zur gleichnamigen Kapelle und überqueren legendenumwobene Strecken. Wir gehen nach Norden zum Forcola-Pass und steigen dann wieder hinauf, um das Tal des San Giovanni Baches mit seinen abgelegenen Almen bis zum Pizzo Marona zu bewundern. Ein kurzer Halt ermöglicht uns einen herrlichen Blick auf die Bergrücken des Val Pogallo und des Lago Maggiore. Wir gehen bis zum Gipfel des Monte Zeda weiter, einem der beliebtesten Wanderungsziele von Verbano-Gebiet und Ankunftspunkt der Cadorna-Linie, einem militärischen Befestigungssystem aus dem Ersten Weltkrieg. Von oben gehen wir entlang der Nordwand herunter und durch einen gut ausgebauten Weg, der felsige Schluchten und Felsvorsprünge durchquert, erreichen wir die Kreuzung des Umwegs zur Alpe Fornà, wo wir für die Nacht anhalten können.

3. Tag: Fornà – La Piota – Marsicce – Monte Torrione – Marsicce – Alpe Cortechiuso

Länge: 6,86 km

Höhenunterschied: Aufstieg 690 m – Abstieg 310 m

Von der Alm Fornà geht es weiter entlang des Wegs auf der Wasserscheide zwischen Val Pogallo und Val Cannobina bis nach La Piota. Dann gehen wir zum Crocette-Pass weiter, von dem aus wir den kleinen Kanal des Monte Torrione senkrecht hinaufsteigen, nach ausgerüsteten Abschnitten und Kreuzungen. Dann gehen wir zur Bocchetta di Terza durch einen schmalen Pfad hinunter, der das Val Pogallo mit dem Val Cannobina verbindet. Die grasbewachsenen Hänge dieser Gegend sind ideal für Alpengämse, besonders im Herbst und Winter. Der Weg führt über die Hänge des Torri di Terza, bis er den Fuß des östlichen Grats der Cima delle Marsicce erreicht. Von hier aus geht es hinunter zum Biwak von Cortechiuso, wo wir übernachten können.

4. Tag: Alpe Cortechiuso – Bocchetta Scaredi – Bocchetta di Campo – Strette del Casè – Pogallo – Cicogna

Länge: 8,62 km

Höhenunterschied: Aufstieg 310 m – Abstieg 1410 m

Von Cortechiuso gehen wir zur gleichnamigen Bocchetta hinauf und überqueren das nördliche Amphitheater der Laurasca mit Blick auf den Marmorsee und das Val Loana, dann weiter hinauf zur Bocchetta di Scaredi. Von hier aus folgen wir einem Gratweg zum Bocchetta di Campo Biwak, wenige hundert Meter vom Monte Pedum entfernt, dem Herzen des Val Grande und der Riserva Integrale. Das Biwak auf 1.994 m Höhe wurde 1897 vom CAI Verbano als Zufluchtsort entlang der Route des Bove-Wegs gebaut. Wenn wir uns müde fühlen, können wir hier übernachten und den Abstieg auf den nächsten Tag verschieben. Wenn wir uns dagegen fit fühlen, können wir auf einem flachen Land weitergehen, bis wir die Strette del Casè erreichen, dann die Ghina-Wiesen hinunter zur Alpe Cavrua. Von hier aus wird der Weg bequemer und durch schöne Buchenwälder geht es nach Corte di Pogallo hinunter, einst eine Kreuzung von Holzfällereien und Seilbahnen. Von Pogallo aus kehren wir über die alte Sutermeisterstraße nach Cicogna zurück. Ein Abendessen und eine Nacht in der Herberge können der würdige Abschluss dieses Abenteuers sein…